Psychotherapie und Gestalttherapie
Die Gestalttherapie gehört zu den in Österreich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren und wurde vom Ehepaar Fritz und Lore Perls begründet. Ich persönlich finde den Namen etwas unglücklich gewählt, da man sich aus meiner Sicht wenig oder vielleicht etwas Falsches darunter vorstellt.
Gestalttherapie ist für mich eine den Menschen sehr liebevoll annehmende und das Leben bejahende therapeutische Schule. Sie geht davon aus, dass in uns alles in Ordnung, gesund und richtig ist, wir nur manchmal den Zugang dazu verloren haben.
Die Gestalttherapie bedient sich primär dem Dialog, kann aber auch sehr kreativ angewandt werden und bietet einen oft einfachen Zugang zu schwierigen Themen. Es geht nicht nur um das Verstehen, den intellektuellen Zugang, sondern auch um das Erfahren, Erleben und das Spüren von Gefühlen und Emotionen. Bekannt ist die Gestalttherapie für ihre Methoden, besonders für die sogenannte Sesselarbeit. Ich schätze auch sehr den aus dem Buddhismus bekannten Zugang zum „Hier und Jetzt“ und das Wesen der Achtsamkeit.
Ganz allgemein, unabhängig von der Schule, gilt für die Psychotherapie, dass sie bei seelischen Erkrankungen oder Leiden nachgewiesen wirksam ist. Auch in Krisen und bei Lebensfragen ist psychotherapeutische Unterstützung und Beratung hilfreich.
